Wer eine Praxis führt, hört selten „euch findet man nicht". Meist ist die Sichtbarkeit da: Der Name steht bei Google, das Profil ist gepflegt, die Website existiert. Und trotzdem klingelt das Telefon seltener, als es sollte.
Der Verlust liegt fast nie dort, wo zuerst gesucht wird.
Gefunden werden heißt nicht gewählt werden
Ein typisches Bild: Eine Praxis wird im Monat einige hundert Mal in den Suchergebnissen angezeigt. Geklickt wird deutlich seltener. Die Menschen haben die Praxis gesehen — und sich für jemand anderen entschieden.
Die Gründe sind meist banal und deshalb behebbar: Im Ergebnis steht nicht, worum es geht. Es fehlen Bewertungen. Die Öffnungszeiten sind unklar. Oder die angezeigte Seite ist die Startseite, obwohl jemand nach einer bestimmten Behandlung gesucht hat.
Die Leistungsseite, die es nicht gibt
Viele Praxiswebsites führen Behandlungen als Liste auf. Wer nach einer davon sucht, landet auf einer Übersicht und muss selbst weitersuchen.
Eine eigene Seite je wichtiger Behandlung ändert zwei Dinge gleichzeitig: Sie kann in der Suche für genau diese Frage erscheinen — und sie beantwortet die Frage, statt sie weiterzureichen.
Wichtig dabei: Die Seite muss die Fragen beantworten, die tatsächlich am Telefon gestellt werden. Dauer, Ablauf, Kosten, Vorbereitung, Erstattung. Wer diese Fragen kennt, muss sie nicht raten — sie stehen im Anrufprotokoll.
Der Anfrageweg entscheidet über die Arbeit danach
Eine Anfrage, die nur aus Name und „Bitte um Rückruf" besteht, kostet mindestens einen zusätzlichen Anruf. Bei zwanzig Anfragen im Monat ist das ein spürbarer Teil eines Arbeitstages.
Ein Anfrageweg, der Anliegen, Versicherungsart und Wunschzeit vorab erfasst, senkt diesen Aufwand, ohne die Hürde zu erhöhen — wenn er kurz bleibt. Drei bis vier Angaben genügen meist.
Was Sie ausdrücklich nicht tun sollten
Keine Gesundheitsdaten über ein Webformular abfragen. Beschwerden, Diagnosen und Befunde gehören nicht in ein Kontaktformular und nicht in eine Nachricht über einen Messenger. Ein Anfrageweg klärt den Anlass, nicht den Fall.
Die Reihenfolge
- Prüfen, für welche Suchanfragen die Praxis angezeigt wird und wie oft geklickt wird.
- Das Google-Profil auf die tatsächlich gesuchten Begriffe ausrichten.
- Für die wichtigsten Behandlungen eigene Seiten anlegen, die die häufigsten Fragen beantworten.
- Den Anfrageweg auf wenige, aber entscheidende Angaben bringen.
- Nach vier bis sechs Wochen erneut messen.
Was nach dem letzten Punkt kommt, hängt davon ab, was die Messung zeigt. Verbesserungen lassen sich nicht vorhersagen — sie lassen sich nur prüfen.